Freitag, 29. Juli 2011

Delhi

Delhi praesentiert sich diesmal deutlich freundlicher als vor ein paar Wochen.
Vorgestern waren wir nocheinmal in einer indischen Klinik. Diesmal lief alles noch besser. Katinka war diesmal krank, ihr geht es aber schon wieder gut.
Gestern haben wir eine Runde am Connaught Place gedreht. Das ist der zentrale Punkt in Delhi, mit vielen Geschaeften. Aber auch sehr teuer, da alles westlich ist.
Heute ist unser letzter Tag in Delhi. Katinka fliegt ja morgen schon zurueck. Ich habe meinen Flug jetzt auch umgelegt! Bin nun schon am 3.8. in Berlin und um den 10.8. wieder in Hamm. War jetzt lange genug unterwegs und Pommes Currywurst mit einer eiskalten Flasche Pils locken.
Heute treffen wir uns wahrscheinlich noch mit Rajad. Er hat mit Katinka ein Praktikum in Ranikhet gemacht. Er will uns die Stadt zeigen und abends gehen wir noch schick essen.


Mittwoch, 27. Juli 2011

Agra - Fatehpur Sikri

Gestern waren wir in der verlassenen Koenigsstadt Fatehpur Sikri.
Wir haben fuer den Hinweg einen selbst fuer indische Verhaeltnisse extrem kaputten Bus erwischt. So kam es auch, dass kurz vor der Abfahrt alle Maenner den Bus verliessen. Mich habe sie auch mitgenommen: Anschieben, der Busfahrer hat dann die Kupplung kommen lassen und das Ungetuem bruellte los. Wir sind heile angekommen...
Die Anlagen selbst sind riesig: Tempel, Moschee, Koenigspalast, Koeniginnenpalaesten, politischen Einrichtungen, Tore, Stadtmauern. Es gibt oder gab sogar einen 25km langen Tunnel bis Agra. Alles in 12 Jahren gebaut. Nach 16 Jahren verliess Koenig Akbar die Stadt dann wieder, da es dort kein Wasser gibt. Die Planung passt irgendwie zu Indien. Leider war es unglaublich heiss: 38 Grad und da es wenig Schatten gab, sicherlich noch waermer. Auch in Agra ist es heute nicht auszuhalten.
Heute geht es dann nach Delhi weiter, wo es auch nicht kuehler ist. Ein Mitpraktikant von  Katinka wird 2 Tage mit uns verbringen. Von einem Inder durch Delhi gefuehrt zu werden, ist sicherlich das beste was einem in der Stadt passieren kann. Am 31.7. also in vier Tagen ist Katinkas Reise dann schon vorbei. Fuer mich geht es dann wieder Richtung Norden - in die Berge. Der Hitze entfliehen! Mit dem Zug und Bus fahre ich am 31.7. nach Manali in Himachal Pradesh. Das Funsport Centrum Indiens: Klettern, Mountainbiken, Paraglaiden, Raften. Ich hoffe, dass irgendetwas davon klappt! Von dort gehts noch nach Shimla - zum Dalai Lama. Er soll sich im Moment auhc dort aufhalten und oeffentliche Audienzen geben. Vielleicht seh ich ihn ja noch. Danach gehts noch nach Chandigarh, einer architektonisch eventuell interessanten Stadt.Als Gartenstadt geplant und in rechtwinkelige Sektoren unterteilt. Und dann ist auch meine Indien Reise in weniger als 2 Wochen schon wieder vorbei. Danach bleibe ich noch eine Woche in Berlin, ehe ich nach insgesamt 67 Tagen wieder nach Hause fahre.

Montag, 25. Juli 2011

Fotoserie Agra 2


Dekodetail am Taj Mahal


Dekodetail am Taj Mahal


Im Fort Agra, es kam sogar die Sonne raus - etwas


Fort Agra


Brunnenboden im Fort Agra


Garten im Fort Agra - sogar gepflegt


durchscheinender Marmor im Thronsaal


Thronsaal


Dekodetail im Fort Agra

Fotoserie Agra


Sehr leckerer Chokochino, dazu Schokokuchen bzw. Brownie


Von unserem Hotel bei Nacht. Das Taj Mahal ist leider nicht beleuchtet


Ebenfalls von unserem Hotel bei Nacht


Das Taj Mahal durch das grosse Eingangstor - keine Touris da!


Postkartenmotiv

Wenig spaeter war die Terasse mit Toruis voll und solch ein Foto nicht mehr moeglich


Riesige Terassen umgeben das Taj Mahal


Die Grabkammer im Inneren 


Detailaufnahme des Marmorsockels

Taj Mahal und Fort Agra

Um 5 Uhr aufstehen ist gar nicht witzig!
Es hat sich aber gelohnt. Wir waren die ersten am Taj Mahal und hatten es fast sieben Minuten nur fuer uns! Eines der bekanntesten Gebaeude der Welt und niemand ausser uns da. Alle anderen waren noch hinter uns in den Sicherheitsschlaeusen. WIr sind sofort zum Taj gelaufen um Fotos ohne Menschen zu machen und als die ersten der taeglich ueber 10000 Besucher hinter uns her kamen konnten wir schon weiter ins Taj Mahal gehen und auch da waren wir alleine. So konnte ich sogar ein Foto vom Inneren machen, obwohl streng verboten und absolut dunkel.
Das Taj ist mit seinen 55m Hoehe, der perfekte Symmetrie und dem strahlend weissen Stein wirklich bewundernswert. Was man aber ueblicherweise gar nicht so sieht, sind die vielen kleinen und auch groesseren Verzierungen. Jedoch ist es verglichen mit dem Victoria Memorial in Kalkutta nicht sehr viel beeindruckender. Vergleicht man den Eintrittspreis liegt das VT sogar vorne: Am Taj Mahal verlangt man von Langnasen stolze 750 Rupees (12,5 Euro). Am VT grade einmal 4 Rupees fuer den Park und 150 Rupees um reinzukommen.
Spaeter waren wir dann am Fort Agra. Meiner Meinung nach nicht so spelktakulaer wie das Taj Mahal, aber deutlich interessanter. Obwohl der groesste Teil militaerisches Sperrgebiet ist, kann man in der weitlaeufigen Anlage schoene Ecken, Saele, Moscheen und Blicke aufs Taj finden.

Samstag, 23. Juli 2011

Agra

Nach einem letzten Stadtspaziergang in Varanesi, bei dem wir auch zahlreiche, aber gut verpackte Leichen gesehen haben, sind wir nun heile in Agra angekommen. Fuer die Zugfahrt habe ich die Klasse 3A/C gebucht. Das ist die dritt beste Klasse von insgesamt ungefaehr sieben. Normalerweise bin ich immer SleeperClass gefahren, die viert beste Klasse. Die Abteile unterscheiden sich nicht grundsaetzlich, jedoch sind sie klimatisiert, mit Laken, Decken und Kissen ausgestattet und nicht ueberfuellt. Ausserdem gibt es Gardienen vor den Betten. Ein deutlich angenehmeres Reisen.
Mein Krankheitsstand verbessert sich staendig. Wie passen jetzt verstaerkt auf, wo wir essen und vermeiden Strassenkuechen. Auch wenn das wirklich schwer ist. Zum einen kostet das Essen auf der Strasse nur ein Drittel und zum anderen ist es in der Regel geschmacklich auch besser. Gefruehstueckt haben wir heute morgen aber fuer nur 1 Euro - zu zweit! Dafuer gab es zwei Eier, 4 Scheiben Toast, Tee, Muesli mit guter Milch und eine Banane. Fast so gut, wie gestern morgen in er Brown Bread Bakery. Da gabs Heimatgefuehle im Brotkorb! Mehrkornbrot, Muesli mit Yoghurt, Pfannkuchen, Saft und Kaffee. Aber hat auch immerhin  Euro gekostet.
Morgen werden wir das Taj Mahal und das Fort Agra erkunden, uebermorgen geht es nach Fatipuhr Sikri und dann schon fast nach Delhi weiter.


Das Taj Mahal von unserem Zimmer aus


Kind im Ganges


Ghats, Boote und Tempel in Varanasi


Schlafender Pilger in Varanasi


Punjab in Varanasi


Tempeldienst waehrend der Punjab



ein Brotkorb Heimat

Donnerstag, 21. Juli 2011

Varanesi Krankenhaus

Im Internet Cafe gibts heute leider keinen Kartenleser, deswegen auch keine Fotos fuer euch!

Nachem ich jetzt 9 Tage Durchfall hatte und 9kg abgenommen habe, es vorgestern nochmal schlimmer wurde, hat Katinka mich gestern zum Arzt geschliffen.
Die Aerzte in der Klinik haben sofort glaenzende Augen bekommen: "Wir quatieren dich hier 3 Tage ein. Du bekommst Fluessigkeit und Antibiotikum direkt ins Blut. Nein, nein. Anders geht das nicht. Du hast doch eine Versicherung? Das kostet 300 Dollar pro Tag." Wir haben die Arzte dann davon ueberzeugt, dass das Quatsch ist.Ich habe dann 6 Stunden im Krankenhaus verbracht und gewartet bis 2 Liter Wasser in mich  reingelaufen sind. Dazu gabs viele bunte Smarties Tabletten. Eigentlich war dann auch alles okay, als ich fertig war wollte der Arzt aber unbedingt noch die Nadel drin lassen, damit ich heute wiederkommen muss. Also nochmal bezahlen. Abgezockt zu werden nervt! Insgesamt habe ich ungefaehr 50 Euro bezahlt. Auch Nade, Handschuhe, Desinfektionsmittel, Pflaster und Medikamente musste ich in der Apotheke kaufen. Jedenfalls geht es mir schon deutlich besser.
Abends waren wir dann bei einem Pujab - einer religioesen Zeremonie am Ganges. Unglaublich viele Leute und Spiritualitaet in der Luft! Eine einmalige Erfahrung. Danach waren wir in der Brown Bread Bakery essen. Neben meiner super leckeren Portion Spaghetti lag ein Mehrkornbroetchen! Ihr koennt euch nicht vorstellen, wie toll das fuer uns war.
Heute Nachmittag gucken wir uns noch ein Fort und eine Museum an. Morgen machen wir eine Bootsfahrt auf dem Ganges, wenn das Wetter besser ist. Und am Nachmittag gehts dann schon nach Agra weiter.




Mittwoch, 20. Juli 2011

Varanesi

Vorab: Alles gut!

Die Zugfahrt war spannend. Der Zug verliess den Bahnhof von Kalkutta puenkltich um halb acht Uhr abends. Gegen 22 Uhr haben wir dann an einem Bahnhof angehalte - ich habe bereits geschlafen. Wach geworden bin ich, als irgendjemand zu mir auf die Matte geklettert ist. Das Abteil war brechend voll. Statt der 8 Personen waren nun 20 Leute dort. auf dem Boden, den Betten, den Leitern. Ueberall Menschen! Irgendwann spaeter hat der Kollege in meinem Bett dann verstanden, dass ich lieber alleine schlafen moechte und hat sich wieder verzogen. Habe ja auch fuer die Liege alleine bezahlt.
Wir waren sogar puenklich in Varanesi und Katinka hat schon am Gleis gewartet. Prima geklappt. Vom Bahnhof sind wir mit einem Taxi ins Hotel Surya gefahren. Einem MIttelklasse Hotel fuer immerhin 30 Euro pro Nacht. Aber den Tag Pause haben wir uns beide verdient. Da Katinka lange kein Fleisch gegessen hat sind wir zu erst zu McDonalds gegangen und haben den Nachmittag am Pool verbracht. Sauberes Wasser, Liegestuehle und ein bisschen Sonne durch die Wolken. Das Zimmer war gross, mit Balkon und Klimaanlage. Ein riesiges Bett mit einer durchgehenden dicken Matratze und einer Decke.  Das beste war aber das Fruehstuecksbuffet: Toast, frischer Saft, Eier, Marmelade, Butter, und indische Spezialitaeten.
Heute morgen haben wir uns dann ein Hotel in der Altstadt gesucht, das Zimmer ist ueberraschend gut, aber das Bett ist Muell. Dafuer zahlen wir auch nur 5 Euro.
In Varanesi ziehen sich am Fluss dutzende Tempel durch die Stadt. Es gibt zahllose Treppen zum Wasser (Ghats). Wir muessen uns hier aber erstmal orientieren. Morgen frueh wollen wir um 4 Uhr aufstehen und dann eine Bootstour auf dem Fluss machen. Dann waschen sich die Glaeubigen und der Fluss liegt in dumpfen Licht.


Eisenbahnmuseum Kalkutta. Schoener Park!


Dampfwalze 1924. Auch im Eisenbahnmuseum. Habe hier die Zeit bis zur Abfahrt ueberbrueckt.


Ausblick aus unserem Zimmer im Hotel Surya


Wasserbueffel im Ganges


Ganges in Varanesi. Erstaunlich wenig los.

Montag, 18. Juli 2011

Videos - Badende Affen am Tempel

Wie vor einiger Zeit beschrieben: Affen, die ins Wasser springen, in Kathmandu.



Kalkutta

Heute ist mein letzter Tag in Kalkutta. Heute abend um 19.20 Uhr gehts von Kalkutta nach Varanesi, viel wichtiger: zu Katinka! Sie kommt schon eine Stunde vor mir an und wir treffen uns am Bahnhof!
In Kalkutta habe ich jetzt wohl auch fast alles wichtiges gesehen.Nur in der Mutter Theresa Station war ich nicht.
Gestern war ich zuerst am Hooghly, dem grossen und natuerlich heiligen Strom, der durch Kalkutta fliesst. Sehr schmutzig, rostige Kaehne, wenige Menschen, die drin badeten. Aber zwei mehr oder weniger schoene Bruecken habe ich entdeckt.
Um mal vorzugreifen: Bei Indern, bzw. Hindus gilt ja das Bad im Ganges als heilig. Viele verdraengen dabei wie gefaehrlich giftig das Wasser ist. Alleine in Varanesi wird an 16 Stellen ungeklaerter Faekalschlamm in den Ganges geletiet. Und der Ganges kommt durch sehr viele Staedte auf seiner Reise zumindischen Ozian. Zwar versucht eine NGO, den Ganges bis 2014 sauber zu kriegen, kaempft dabei aber gegen Windmuehlen. Ein Beispiel: Man sollte in Wasser nicht mehr baden, wenn mehr als 500 Kohlibakterien pro Kubikmeter Wasser enthalten sind, im Ganges werden 1,5 Millionen Kohlibatkerien pro Kubikmeter nachgewiesen. Hinzu kommen  CyanidenArsenBleiZinkChrom, Quecksilber, Thyphos und Cholerazellen. Ausserdem werden Leichen auf dem Fluss verbrannt, deren Reste dann auch im Wasser landen - trotzdem beziehen viele Staedte und Menschen das Trinkwasser aus dem Fluss...
Nach dem Besuch am Fluss bin ich zum indischen Museum von Kalkutta gegangen. Sehr enttaeuschend. Es gilt als das aelteste Museum des Landes. Es gibt Ausstellungen zu Anthropologie, Zoologie, Kunsthandwerk, Bilder, Ozeanologie, Pflanzen. Alles liegt unter einer zentimeter dicken Staubschicht. Die Glasscheiben vor den Objekten sind blind und die Gemaelde und Zeichnungen nicht beleuchtet. Ausschilderungen sehr selten und nicht besonders interessant. Zwar befindetr sich das Museum in einem schoenen Gebaeude, die besten Zeiten hat es aber deutlich hinter sich. Wie gesagt: Sehr enttaeuschend.
Taeglicher Hoehepunkt in Kalkutta ist, wenn um 13 Uhr die Richtungen der Einbahnstrassen wechseln. Das ist unglaublich. Wenn mal bedenkt, dass jede Uhr etwas anders geht, viele schon um 5 vor 13 Uhr oder noch um 5 nach 13 Uhr den kuerzeren Weg nehmen, ein wahnsinniges Verkehrsaufkommen herrscht, dann kann man sich ungefaehr das Chaos vorstellen. Es geht dann gar nichts mehr. Endlos lange Autoschlangen, Hubkonzerte, Smogwolke.
Im Internetcafe hoere ich grade WDR2. Ein Stueck Heimat in Kalkutta - super! Gestern Abend habe ich noch ein Stueck Heimat entdeckt. Im muslimischen Viertel gibt es Chicken Roll. Geschmacklich sehr nahe an einer Doenertasche, die Zutaten sind auch fast identisch: Brotfladen angebraten im Wok, gewuerztes Huehnchen, Salat und Sosse. Dazu gabs sehr leckeren Mangolassi.



Bruecke und Schiffe auf dem Hooghly



zweite Bruecke und altes Emfangstor fuer Ueberseereisende

Samstag, 16. Juli 2011

16.7. Kalkutta

Ich bin heute morgen frueh los, um zum Victoria Memorial zu gehen.
Das VT ist ein Denkmal, dass fuer Queen Victoria und wurde 1921 fertig gestellt. Ein prachtvolles Bauwerk aus weissem Stein. Es erinnert etwas an das Capitol in Washington, hat aber an den Ecken Tuerme. Ein wunderbares Gebaeude. Mindestens genauso schoen ist der Garten in dem es gelegen ist. Gruener Rasen und Gepflegte Wege, dazu Baeume und Blumen. In dem grossen Teich spiegelt sich das Gebaeude wunderbar.
Es steht sicherlich auf der Liste Indiens bedeutenster Bauwerke in der Naehe des Taj Mahals. Es ist aber deutlich weniger bekannt und deswegen auch nicht so ueberlaufen. Heute morgen war es super lehr. Ich konnte so einige schoene Fotos machen. Die Sound und Light Show findet waehrend des Monsoons leider nicht statt.
Danach bin ich durch den noerdlichen Teil der Stadt gewandert. Am Ranj Stadium vorbei und zurueck mit der Metro. Metro fahren ist witzig, noch voller als alles was ich bisher gesehen habe, aber man kommt irgendwie immer mit.


Das VT mit Wasserspiegelund.


Von der Einfahrt aus 


Ganz schoen propper die Queen Victoria


Der gepflegtre Garten, der Eintritt in den Park hat 4 Rupees gekostet, ins VT selbser kommt man fuer 150 Rupees rein. Das habe ich mir aber gespart.


Die St. Pauls Cathedral erinnert mit den Ventilatoren, der duennen Decke und dem Vogelgezwitscher eher an eine Bahnhofshalle. Aber trotzdem schoen.


Das Ranj Stadium wird grade aufwendig renoviert. Ein Sicherheitsposten hat mich fuer 5 Minuten reingelassen.

15.7. Kalkutta

15.7.

Um 7.45 Uhr laeuft der Zug in Darjeeling ein. Eigentlich sollten wir schon um 6 Uhr da sein, aber die Verspaetung passt mir ganz gut. Die Zugfahrt war OK, lediglich mein Ruecken meckert noch ueber die duenne Matte, die als Bett gedient hat. Im Bahnhof faellt mir sofort auf, dass ich die Durchsagen erstaunlich gut verstehe. Genauso schnell entdecke ich auch die Bose Boxen an den Waenden. Bose scheint also doch was zu koennen! Eine Filiale entdecke ich spaeter auch, es zieht mich aber nicht rein...
Vom Bahnhof Sealgah in Kalkutta nehme ich dann den Bus, um in die Touristenstrasse mit den meisten Hotels zu kommen. Hier gibt es Zimmer fuer 2 Euro oder fuer 50 Euro. Dazwischen nichts. Schliesslich finde ich doch einen Raum fuer 6 Euro. Eigentlich okay, man muesste aber sehr dringend putzen.
Zuerst duschen und schlafen. Dann gucke ich mir die Umgebung an. Wie schon am Bahnhof gibt es relativ viele Obdachlose und Bettler, aber bei langen nicht so viele, wie ich erwartet habe! Schon bei der Hotelsuche habe ich einen Subway entdeckt - heute goenne ich mir hier ein Fruehstueck. Kostet immerhin 3 Euro.
Spaeter schlender ich durch indische Malls und Einkausstrassen. Im Kino laeuft Harry Potter. Da es auf der Strasse inzwischen zu heiss ist, gehe ich rein. Ein Ticket kostet einen Euro und das Kino ist riesig. Ich schaetze an die 500 Plaetze. Zum GLueck sind nur die Haelfte der Leute da, denn die Inder gucken sehr laut. Jede Handlung wird durch Klatschen und Pfeifen kommentiert. Ausserdem klingeln staendig Haendys, oder die Inder spielen an ihren Handys rum, sodass helle Lichter aufleuchten. Aber dafuer klappt der Sitz in eine gemuetliche Liegeposition, als ich mich anlehne.
Abends entdecke ich noch einen McDonalds. Auch hier kann ich nicht vorbei gehen :-D 

Von Darjeeling nch Kalkutta 14.7.

Habe heute 8 Stunden am Bahnhof gewartet!
Um genug Zeit yu haben, bin ich um 8 Uhr mit dem Jeep von Darjeeling nach Silighuri gefahren. Bei den indischen Strassen und Autoverhaeltnissen weiss man ja nie! Da aber natuerlich alles wunderbar geklappt hat, sass ich schon um halb zwoelf im Auto zum Bahnhof NJP.
Auto sind Dreiraedeer, aehnlich wie Tuk Tuks nur etwas groesser. Sie fahren feste Routen und einen Platz zu bekommen ist schwierig. In Deutschland waere ein Auto mit 7 Leuten schon wirklich grenzwertig voll besetzt. Bei 8 Leuten dachte ich schon: Gut, dass wir noch voran kommen! Dann kam noch eine Failie dazu. Am Ende waren es 11 Erwachsene und 2 Kinder, dazu wirklich viel Gepqeck. Motor und Karosse haben gekotzt!
Jedenfalls war ich um 12 Uhr sicher am Bahnhof. Da, dachte ich noch, dass mein Zug um 17 Uhr losfuehre, spaeter erfuhr ich, dass es um 20 Uhr startet. Mein Fehler! Ich habe auf das falsche Ticket geguckt. Habe im Moment vier Zugtickets, fuer die naechsten Reisen auch schon... Wenigstens war der Zug am Ende puenktlich.


ein Abteil der Sleeper Class von innen. Immerhin 8 Leute pro Abteil. Zum Glueck gibts Ventilatoren


Die mittlere Liege ist hier noch als Rueckenlehne runter geklappt.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Darjeeling

Heute ist der letzte Tag fuer mich in Darjeeling. Insgesamt hatte ich drei Tage hier. Zwei davon habe ich aber wegen des erwaehnten Durchfalls in meinem Zimmer verbracht. Immerhin habe ich dort einen Fernseher. Auf StarWorld laufen Simpsons und Two and a half Men, auf Star Movies den ganzen Tag Hollywoodstreifen, auf Discovery Channel Survival Geschichten und dann gibts noch Cricket, Fussball und Formel 1. Alles auf Englisch. Koennte also schlimmer sein. Schade ist nur, dass ich die ganzen lokalen Koestlichkeiten nicht probieren kann.
Heute habe ich mein Zimmer dann verlassen und bin zum Himalayan Mountaineering Institute (HMI) gefahren. Das HMI liegt auf dem Gelaende des Zoos von Darjeeling. Hier kann man alle einheimischen Tiere sehen. Schwarzbaeren, Tiger, Leoparden, Huehner, Echsen, Baeren. Fuer einen asiatischen Zoo gar nicht so schlimm. Bin dennoch einigermassen schnell zum HMI weiter. Das HMI ist in Indien ein Institution: Fast alle grosse Expeditionen haben sich hier vorbereitet. Sherpa Tenzing Norgay hat das Institut nach der Everestbesteigung `53 bis zu seinem Tod 1986 geleitet. Auf dem Gelaende ist er verbrannt worden und eine grosse Statue erinnert an ihn. In der Naehe ist seine Asche in den Wind gestreut worden.
Das Museum des HMI zeigt die Versuche den Everest zu besteigen nach. Unter anderem Original Ausruestung vieler Expeditionen von 1924 bis 1980. Womit man damals versucht hat ueber 8800m hochzusteigen kann man sich nicht vorstellen. Unglaublich!
Ausserdem zeigt es ein grosses Model des Himalayas. Wie gross das Gebirge ist, kann ich mir erst jetzt richtig vorstellen. Auch das ist unglaublich.
Klettern konnte ich leider nicht, die Wand ist im Moment gesperrt, warum weiss ich nicht. Waere wohl auch wegen meinem Gesundheitsstatus nicht gut bewesen.
Ansonsten hat Darjeeling im Monsun nicht so viel zu bieten. Die Aussicht faellt wegen der Wolken aus, es soll ja hier ein 250km Himalaya Panorama geben, Teeplantagen sind recht still im Moment und der wahnsinnige Verkehr zerstoert die Ruhe.
Morgen gehts also mit dem Jeep nach New Jailpur, von dort nach Kalkutta. Das wird sicherlich ein sehr zwiespaeltiges Erlebnis. In Kalkutta gibt es riesige Slums, Strassenkinder und Mittellose. Die Aermsten der Armen leben hier. Mutter Theresas Missionarinnen der Naechstenliebe helfen hier noch heute. Aber es soll dort auch schoene Ecken geben, ich bin gespannt.


Die Schmalspurbahn. Echte Dampflok, es stinkt nach Kohle, Rauch und Schmier


Yaks im Zoo. Wirklich wilde gibt es nur noch selten. Die meisten werden in Herden in den Bergen gehalten.


Wolke im Zoo. Zum Glueck war ich vor den Besuchtermassen da. Als ich gegangen Bin wurde es brechend voll.


Ein Carl-Zeiss Teleskop. Hitler hat es dem Armee Chef von Indien 1942 geschenkt.


Tenzing Norgay Statue im HMI


May you climb from peak to peak? Hauswandkunst am HMI